
Modus Operandi
Hörspiel / 15 Minuten / Deutschland 2020
Gewinner des 4. Platz des Hörspielwettbewerbs des Radio T Chemnitz
Immer wieder steht die Polizei auch in Deutschland in der Kritik: Polizeigewalt, Rassismus, rechtsextreme Netzwerke, undurchsichtige Ermittlungsmethoden, Vertuschung von Fehlverhalten... Gleichzeitig laufen im Fernsehen täglich unzählig viele Krimiformate, die uns stets die Perspektive der Polizei einnehmen lassen. Welchen Einfluss haben diese Formate auf die gesellschaftliche Vorstellung von Polizeiarbeit? Und weiter: Was passiert dabei mit den Schauspieler*innen, deren kritische Auseinandersetzung mit Figuren und Stoffen zum Beruf gehört?
MODUS OPERANDI untersucht das Krimigenre und seine
affirmative Haltung zu Polizei und bürgerlichem Staat durch den Blick des Schauspielberufs. Wir befinden uns am Set eines deutschen Fernsehkrimis: Die Hauptfiguren des Hörspiels sind drei Schauspieler*innen, die Polizist*innen spielen. Aus dieser Arbeit entstehen Fragen wie: Wie spielt man Polizei? Und welches Bild von Polizeiarbeit wird dabei transportiert?
Ein Chor inszeniert die drei und übernimmt dabei die Funktion von Redaktion, Regie und Writers Room, auf der Suche nach dem Jahrhundertpitch. Für die Schauspieler*innen verschwimmen allmählich die Grenzen zwischen Fiktion, Realität und Reality.
Es sprechen
Laura Eichten, Jakob D'Aprile und Til Schindler
Regie Charlotte Lorenz
Text Jakob D'Aprile, Charlotte Lorenz & Til Schindler

